Licka – Tanz im Schatten der Geschichte

In deutscher und tschechischer Sprache
Theatergruppe: re-Publik Performance Ort: Theatersaal Dauer: 1h
Regie: Olek Konrad Witt

Alter: 12+
Regie & Spielleitung: Olek Konrad Witt
Choreografie: Jugendliche & Olimpia Scardi
Co-Regie: Alessandra Giuriola
Bühne & Kostüm: Marie Göhler, Ru Steinmetz
Kostümassistenz: Kathrin Pietsch
Licht: Oliver Deichel
Sprachmittlerin & Schauspiel Coaching: Jana Podlipná
Dramaturgie: Agata Schindler

Mit Adéla Ernekerová, Rebekka Haase, Dita Hejlová, Thea Kloučková, Marijana Podrabská, Lilly Rudolph, Lina Schöttker, Mira Schöttker, Theresia Schneider, Mariana Trávníčková, Tereza Žabková

Im Anschluss an die 2. Aufführung am 06.09. findet ein Nachgespräch des Publikums mit Agata Schindler und den Mitwirkenden statt.

Ein deutsch-tschechisches Tanztheater über Erinnerung, Widerstand und die Kraft, den eigenen Träumen treu zu bleiben. Eine bearbeitete Fassung für Jugendliche in deutscher und tschechischer Sprache.
Als Kind träumt Alica „Licka“ Flachová-Pastorová davon, Tänzerin zu werden. Mit 13 Jahren muss sie als Jüdin die Tanzschule verlassen, mit 14 wird sie deportiert. In Konzentrationslagern und auf Todesmärschen wird die Kunst zu ihrer Form des inneren Widerstands – zu einer Kraft, die ihr das Überleben ermöglicht. Nach dem Krieg kehrt sie auf die Bühne zurück und wird Tänzerin im tschechoslowakischen Ballett.
Im Zentrum steht ihre Lebensgeschichte: vom Kindheitstraum über Verfolgung, Deportation und Verlust bis hin zum Überleben durch die Kunst. Ihr Weg erzählt von Zerbrechlichkeit und innerer Stärke – und davon, wie Kunst selbst dort weiterwirkt, wo alles zerbricht.
Ausgehend von einem Theaterstück von Agata Schindler über die Tänzerin Alica „Licka“ Flachová-Pastorová setzen sich Jugendliche aus Sachsen und Tschechien gemeinsam mit einer professionellen Tänzerin in einem partizipativen künstlerischen Prozess mit ihrer Geschichte auseinander. Aus ihren eigenen Gedanken, Erfahrungen und Fragen entsteht eine gemeinsame performative Sprache aus Tanz, Text und Musik, die historische Erinnerung und Gegenwart verbindet und Vergangenheit wie Zukunft über Grenzen hinweg in einen lebendigen Dialog bringt. Daraus entwickelt sich eine performative Auseinandersetzung, die Lickas Geschichte neu befragt und in die Gegenwart hinein öffnet – als berührende, hochaktuelle Performance.

Im Rahmen des Jahres der Jüdischen Kultur in Sachsen 2026

Das Projekt wird vom Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds, vom Fonds Soziokultur, der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und der Landeshauptstadt Dresden gefördert.

Eine Produktion von re-Publik Performance (Dresden) in Zusammenarbeit mit dem Institut Terezínské iniciativy (Prag) und dem Taneční a pohybové studio FRI.DA (Děčín).